Anleitung

So bringst du die Kamera an

Ein Handy reicht. Entscheidend ist, wo es hängt: Je höher der Blick auf den Court, desto genauer werden Positionen, Laufwege und Schlagerkennung.

Hinter dem Court.Mittig.So hoch wie möglich.

Von der Seite: die Höhe

1 m2 m3 m4 mNetzGlas 3 mGitter 1 mABCDhintere Grundlinievordere Grundlinie

Von oben: die Position

ANetz20 m × 10 mnicht von der Seite

Ein Normcourt ist 20 m lang und 10 m breit. Die Rückwand besteht aus 3 m Glas und 1 m Gitter darüber.

Vier Wege, das Handy zu befestigen

Von der besten Lösung bis zur Notlösung. Die Buchstaben findest du in der Skizze wieder.

Am Gitter über der Glaswand

Beste Lösung · 3 bis 4 m

Oberhalb der Scheibe beginnt das Gitter. Eine Halterung zum Einhängen oder Klemmen sitzt dort über allen Köpfen, und kein Glas liegt zwischen Kamera und Court. Von hier sieht die Analyse den ganzen Platz ohne Spiegelungen.

Du brauchst: Gitter- oder Zaunhalterung für das Handy, dazu eine Teleskopstange oder eine Leiter zum Hochsetzen. Eine Sicherungsschnur, falls die Halterung nachgibt.

Mit Saugnapf an der Scheibe

Sehr gut · 2 bis 2,5 m

Der Saugnapf kommt von außen an die Rückwand, so hoch du reichst. Wichtig: Die Linse liegt direkt am Glas an. Jeder Spalt zwischen Linse und Scheibe zeigt dir die Hallenbeleuchtung als Spiegelung im Bild.

Du brauchst: Saugnapfhalterung mit Handyklemme. Die Stelle an der Scheibe vorher trocken abwischen, auf staubigem oder kaltem Glas hält der Saugnapf schlecht. Auch hier: Sicherungsschnur.

Hohes Stativ hinter der Scheibe

Gut · 2 bis 3 m

Ein Lichtstativ aus dem Fotobedarf fährt auf zwei bis drei Meter aus und steht ohne Hilfe. Schieb es so nah an die Scheibe, dass die Linse fast das Glas berührt.

Du brauchst: Lichtstativ oder hohes Fotostativ mit Handyklemme. In engen Gängen hinter dem Court darauf achten, dass niemand dagegenläuft.

Normales Stativ auf Augenhöhe

Notlösung · 1,5 m

Funktioniert, liefert aber die ungenauesten Werte: Die Spieler vorne verdecken die hinteren, und die Tiefe des Courts lässt sich aus dem flachen Winkel schlecht schätzen. Besser als gar kein Video, mehr nicht.

Du brauchst: Irgendein Stativ. Wenn es eine Tribüne, eine Bank oder ein Geländer gibt: nimm sie.

Der Bildausschnitt

Bevor du auf Aufnahme drückst, schau einmal auf das Display.

  • Querformat. Immer waagerecht. Nur so passt der Court ins Bild.
  • Der ganze Court. Beide Grundlinien, beide Seitenwände und das Netz müssen zu sehen sein. Beim Hochladen markierst du den Court mit ein paar Klicks, dafür braucht es alle Linien.
  • Weitwinkel, wenn die Kamera an der Wand hängt. Direkt an der Rückwand reicht die normale Linse nicht bis in die nahen Ecken. Stell auf 0,5× um. Aus größerem Abstand, etwa von einer Tribüne, nimm 1×.
  • Kein Zoom. Digitaler Zoom kostet Schärfe. Lieber den Standort ändern.
  • Netz waagerecht. Steht das Netz schief im Bild, hängt die Kamera schief. Kurz nachrichten.
  • Alle vier Spieler. Auch wer am Netz steht oder in der Ecke verteidigt, muss im Bild bleiben.

Einstellungen am Handy

  • 1080p mit 30 Bildern pro Sekunde. Das genügt. 4K macht die Datei viermal so groß und die Analyse nicht besser.
  • Fokus und Belichtung sperren. Tipp lange auf die Mitte des Courts, bis die Sperre erscheint. Sonst stellt das Handy bei jedem Spieler vor der Linse neu scharf.
  • Nicht stören. Flugmodus oder „Nicht stören“ einschalten. Ein Anruf beendet die Aufnahme.
  • Akku und Speicher. Eine Stunde in 1080p braucht mehrere Gigabyte und viel Akku. Vorher laden, vorher Platz schaffen.
  • Finger weg. Während des Matches nicht mehr anfassen. Die Court-Markierung gilt für das ganze Video, jede Bewegung der Kamera macht sie ungenau.

Die häufigsten Fehler

  • Zu tief. Auf Augenhöhe verdecken sich die Spieler gegenseitig.
  • Von der Seite. Die Hälfte des Courts liegt hinter den Spielern, die Zuordnung wird ungenau.
  • Abstand zur Scheibe. Zwischen Linse und Glas spiegelt sich die Halle.
  • Grundlinie abgeschnitten. Fehlt die vordere Grundlinie, fehlen ganze Phasen des Ballwechsels.
  • Gegenlicht. Draußen die tiefe Sonne im Rücken haben, drinnen nicht direkt in die Strahler filmen.

Vom Handy zur Analyse

  1. Direkt hochladen kannst du Videos bis 300 MB und bis 120 Minuten Länge, als MP4 oder MOV.
  2. Ein ganzes Match in 1080p ist größer als 300 MB. Lade es dafür bei YouTube als „nicht gelistet“ hoch und füge den Link im Upload ein. So braucht es keine Umwandlung, und das Video bleibt für Fremde unsichtbar.
  3. Die Einspielzeit schneidest du im Upload weg: Start und Ende wählen, nur dieser Teil wird analysiert und berechnet.

Häufige Fragen

Wie hoch muss die Kamera mindestens hängen?

Über Kopfhöhe, also ab etwa zwei Metern. Darunter funktioniert die Analyse, wird aber ungenauer. Drei bis vier Meter sind ideal.

Innen oder außen an der Scheibe?

Außen. Im Court stört die Kamera das Spiel und kann getroffen werden. Von außen muss nur die Linse direkt am Glas anliegen.

Darf ich in der Halle etwas am Gitter befestigen?

Frag kurz an der Theke. Die meisten Betreiber haben nichts dagegen, solange nichts in den Court ragt und nichts herunterfallen kann.

Muss ich meine Mitspieler fragen?

Ja. Sag vor dem Match, dass du filmst und wofür. Teile das Video und die Auswertung nur mit denen, die dabei waren.

Geht auch eine Action-Cam?

Ja, solange sie als MP4 oder MOV aufnimmt. Stell ein mittleres Sichtfeld ein statt des stärksten Fischauges, damit die Linien des Courts gerade bleiben.

Hinter welcher Seite des Courts?

Egal, Hauptsache mittig hinter einer der beiden Rückwände. Draußen nimmst du die Seite, bei der die Sonne hinter der Kamera steht.

Kamera hängt?

Dann lade dein Match hoch. Die erste Analyse ist kostenlos.

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